Hochbeete für Senioren sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden. Das liegt sicher daran, dass sie der Volkskrankheit Rückenschmerzen Rechnung tragen. Das gebückte Arbeiten am Bodenbeet ist für Menschen, die Rückenprobleme haben häufig nicht zu bewerkstelligen. Am Hochbeet kann man ganz bequem im Stehen arbeiten. Außerdem haben Hochbeete eine überschaubare Anbaufläche, die sich mit relativ wenig Arbeit unkrautfrei halten lässt.


So profitieren Senioren von Hochbeeten

Für Senioren kommt neben den Rückenproblemen dazu, dass viele von ihnen sich gar nicht mehr Bücken können oder wenn sie noch in die Hocke kommen, aus dieser nicht wieder hoch kommen. Außerdem gibt es häufig Gleichgewichtsprobleme und Balanceprobleme. Wenn man am Hochbeet arbeitet, kann man sich an der Kante abstützen und halten. Gerade Rollatorfahrer können davon sehr profitieren.

Hochbeete ermöglichen Senioren Gartenarbeiten zu denen sie sonst nicht in der Lage wären. Sie können erleben, dass sie etwas aussähen das sie später ernten und verspeisen können. Selbstwirksamkeit, erleben sie sonst nicht mehr häufig in ihrem Alltag. Sie bewerkstelligen noch sinnvolle Arbeiten, die zu einem ganz normalen Alltag gehören. Ein Gefühl, dass für mehr Lebensqualität sorgt.


Worauf ist zu achten wenn von Hochbeete für Senioren angeschafft werden

Wenn Sie Hochbeete für Senioren anschaffen möchten sollten sie darauf achten, dass sie aus splitterfreiem Holz sind. Ein Handlauf bzw. eine Abdeckung auf den oberen Kanten ist wünschenswert damit man sich auf dem Rahmen abstützen kann.

Eine Breite von 1m ermöglicht es jedem von beiden Seiten des Beetes aus, bis in die Mitte des lange zu können.

Grundsätzlich ist es wichtig auf die Materialstärke bei Holzhochbeeten zu achten. Bei einer Breite von 1m und einer Länge von 2m, Höhe 0,8m, sollte man eine Mindestbrettstärke von 3,5cm besser von 5cm haben. In den Beeten befindet sich nach dem Füllen ein Volumen von ca. 1,6m³, das bei reiner Muttererde ein Gewicht von ca. 2,4 Tonnen hat. Wenn das Holz zu dünn ist kann es das Gewicht nicht halten und bricht unter Umständen auseinander, speziell bei Regen, da sich das Gewicht dann noch erhöht.

Hochbeet der Firma Prechtel


Wie groß sollte ein Hochbeet sein

Die Größe eines Hochbeetes hängt davon ab, was darin und damit passieren sollt.

Ist das Hocheet für einen Senior, der noch zu Hause lebt und sich noch ein bisschen gärtnerisch betätigen möchte, dann würde ich eine Beetgröße von 2x1m empfehlen. Die Fläche reicht aus um Salate, Radieschen, Kohlrabi und Möhren anzubauen.

Sollen es Hochbeete für Senioren in einer Betreuungseinrichtung wie Altenheim oder Tagespflege sein, stellt sich die Frage wie viele Menschen bzw. Gruppen an dem Beet arbeiten sollten und was in den Beeten angebaut werden soll.

An einem Hochbeet von 2x1m das mit Gemüse bepflanzt werden soll, können 2 Gruppen a´8 Senioren arbeiten.

An einem Kräuterhochbeet können mehrere Gruppen arbeiten, da dort viel geerntet wird und man häufig zu Riechen dorthin geht.

Wie sollten die Hochbeete für Senioren aufgestellt werden

Ein wichtiger Aspekt ist bei Hochbeeten für Senioren zu beachten. Viele Senioren kommen mit ihrem Rollator an das Hochbeet und haben diesen dann neben sich stehen. Dafür ist es wichtig, dass um die Hochbeete herum ein ca. 1-1,5m breiter Streifen mit Platten verlegt wird. Die Räder der Rollatoren wühlen einen nicht befestigten Untergrund auf und es bilden sich schnell Rillen und Furchen, die mit Rollatoren nur schwer zu befahren sind.

Was sollte in Hochbeeten für Senioren angebaut werden

In Hochbeeten können Obst und Gemüse angebaut werden. Bei den Gemüsen empfehlen sich Karotten, Radieschen, Kohlrabi, Salate und Erbsen. Tomaten, Gurken und Zucchini würde ich in großen Töpfen anbauen, da sie sehr viel Platz in Anspruch nehmen.

Beim Obst bieten sich vorrangig Erdbeeren an.

Kräuter lassen sich gut in die Gemüsebeete integrieren, können aber auch separat als Kräuterbeet gepflanzt werden.

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