Pflegeleichte Gärten für Senioren – was können Sie tun um den Pflegeaufwand im Garten zu reduzieren.

Wer seinen Garten über Jahrzehnte gehegt und gepflegt hat, die Bäume hat wachsen und so manche Staude kommen aber auch gehen sehen, der tut sich schwer im Alter Abschied von ihm zu nehmen. Man hat sich schon von so vielem verabschiedet. Erst den Kindern, die aus dem Haus gegangen sind, später vom Broterwerb und ab einem gewissen Alter auch von Freunden oder dem Partner. Ist es da nicht verständlich, dass man versucht Gewohntes so lange wie möglich zu erhalten.

Gestaltet man seinen Garten in einen pflegeleichten Garten um, so dass er an die persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasst ist, kann man ihn auch wenn die Kräfte schon deutlich nachgelassen haben, noch genießen. Pflegeleichte Gärten sind natürlich nicht nur für Senioren wichtig, allerdings sind bei Senioren einige sehr spezielle Aspekte zu berücksichtigen. Damit die Umgestlaltung in einen solchen mit weing Arbeit gut zu erhaltenden Garten gelingt, sollte man sich zunächst  Gedanken darüber machen, was einem wirklich wichtig ist. Wie man das in ein Gestaltung umsetzt ist der 2. Schritt. Legen Sie sich eine Liste an, die folgende Fragen beantwortet. Auf welche Elemente legt man wert, was brauche ich? Was ist überflüssig? Was möchte ich im Garten tun? Wie viel Zeit kann ich mit Gartenarbeit verbringen und habe ich evtl. genug finanzielle Mittel um mir für einen Teil der Arbeiten einen Gärtner leisten zu können. Der typische Garten hat einen oder mehrere Sitzplätze, eine Rasenfläche, Blumenbeete, vielleicht ein Gemüsebeet, Bäume und Sträucher und vielleicht noch eine Hecke, Wege und eventuell Stufen. Pflegeleichte Gärten haben Beete, die dicht mit Stauden und kleinen Gehölzen bepflanzt sind, so machen sie am wenigsten Arbeit. Je weniger schwarze Erde zu sehen ist um so weniger Arbeit! Also nicht immer nur eine Staude von einer Sorte sondern möglich mehrere, die zu einer geschlossenen Fläche zusammen wachsen. Gut ist es, sich auf robuste Arten und Sorten zu stützen, wie zum Beispiel Astern, Phlox, Staudensonnblume, Taglilien usw. Im Laufe der Jahre macht jeder Gärtner die Erfahrung, dass es Pflanzen gibt, die sein Garten mag und solche, die einfach nichts werden. Im Alter ist es gut auf die gemachten Erfahrungen zurückgreifen zu können und sich damit das Leben leichter zu machen.
Storchschnabelauswahl
Es gibt eine große Auswahl an Storchschnäbeln
Bodendeckende Stauden (Storchnabel, Golderdbeere, Günsel, Kaukasusvergiß-mein-nicht) oder ersatzweise Rindenmulch, halten die Wildkräuter im Zaum und sorgen außerdem dafür, dass der Boden nicht so leicht austrocknet. Apropos Feuchtigkeit, eine Bewässerungsanlage erspart den langen Arm beim Gießkanne schleppen. Sie sind gar nicht mehr so teuer und leisten wirklich gute Dienste, speziell wenn man mal ein paar Tage weg will. Wenn Sie noch die Gießkanne bemühen, sollte man sich kleiner Kannen anschaffen, z.B. eine 5 L oder 3 L Kanne. Stellen Sie die Kanne zum Befüllen auf einen Hocker oder eine andere Ablage unter den Hahn, auch das spart eine Menge Energie. Für diejenigen, die sich nicht mehr gut bücken können, gibt es inzwischen ein breites Angebot an Hockern und kleinen Bänkchen, auf die man sich setzen kann. Dafür ist es gut, in den Beeten, Flächen mit robusten Bodendeckern, Trittplatten oder Rindenmulchflächen einzuplanen, auf die man gefahrlos solche Hilfsmittel abstellen kann. Ist die Bewegung soweit eingeschränkt, dass man auch diese nicht mehr nutzen kann, gibt es die Möglichkeit auf Hochbeete umzuschwenken. Es gibt zwei Höhenvarianten. Entweder sind Sie so hoch, dass man im Stehen gut daran arbeiten kann (80-90cm) oder sie sind ca. 50 cm hoch und haben einen Rand auf den man sich setzen kann. Gebaut werden können sie aus ganz unterschiedlichen Materialien wie Holz, Klinker, Beton oder auch Granit.
Mein selbstgebautes Hochbeet
Kübelbepflanzungen sind für pflegeleichte Gärten eine gute Möglichkeit sich lange Wege zu ersparen. Stellt man die Kübel auf rollbare Unterlagen, können sie leicht umgestellt werden. Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden, alternativ könnte man frei wachsende Sträucher auf die Grenze setzen, die nur alle paar Jahre geschnitten werden müssen. Hier bieten sich robuste Gehölze wie Weigelie, Jasmin, Deutzie und ähnliches an. Wer es noch bequemer haben möchte schwenkt auf einen Zaun um. Achten Sie darauf, dass er pulverbeschichtet oder mindestens verzinkt ist, damit keine regelmäßigen Malerarbeiten anfallen. Anstelle von hohen Obstbäumen können sie Hochstämme bei Johannes- und Stachelbeeren oder Spaliere für Äpfel, Birnen usw. umschwenken, diese sind leicht im Stehen zu schneiden und zu beernten. Das lästige Kantenschneiden erspart man sich mit einer Einfassung des Rasens aus Pflastersteinen oder speziellen Rasenkanten. Rasenmähen lässt sich leider nicht ersetzen, allerdings kann man überlegen ob man sich vielleicht mit einer Blumenwiese arrangieren kann, sie muss nur 2x jährlich gemäht werden. Ältere Menschen haben deutlich mehr Zeit als die Jungen, Sie verbringen die Zeit in ihrem Garten mit viel mehr Muße. Sitzgelegenheiten an verschiedenen Stellen im Garten bieten die Möglichkeit immer mal auszuruhen oder auch in Ruhe das Treiben der Vögel und Insekten im Garten zu beobachten.
kleiner Sitzplatz für 2 Personen
gemütlicher, kleiner Freisitz
Planen Sie kleine Tische auf denen Pflanzen umgetopft oder geteilt werden können ein, so muss man das Material nicht immer durch den ganzen Garten transportieren Das arbeiten und sich bewegen an der frischen Luft gut tut wissen wir alle. Die Moderne Forschung hat bestätigt, dass Gartenarbeit den Erhalt der Mobilität und der Feinmotorik unterstützt. Die Sauerstoffzufuhr verbessert die Struktur und Funktionsweise des Gehirns und steigert die geistige Fitness. Auch das Herzkreislaufsystem profitiert von der Arbeit im Freien. Diese Erkenntnisse werden heute der so genannten Gartentherapie eingesetzt, die in Altersheimen, Kliniken und anderen sozialen Einrichtungen genutzt wird. Gartenarbeit macht also nicht nur Spaß sondern ist auch noch gesund. Zum Schluss ein paar Sätze zu Wegen und Terrassenbelägen. Da der Gang mit zunehmendem Alter unsicherer wird sollte besonderer Wert auf rutschsichere Beläge gelegt werden. Wege und Terrassenflächen sollten möglichst übergangslos in den Rasen übergehen. Loses Pflaster oder von Wurzeln angehobene Platten müssen egalisiert werden. Eine gute Ausleuchtung am besten über Bewegungsmelder hilft Unfälle vermeiden. Stufen sollten immer ein Geländer haben und wenn möglich durch Rampen ersetzt werden. Wer an seinem Garten hängt, kann mit den vorgeschlagenen Maßnahmen lange Freude an ihm haben. Fangen Sie rechtzeitig an sich Gedanken dazu zumachen. Je eher desto besser. Gut Ding will Weile haben. Die Ideen müssen wachsen, wie die Pflanzen im Garten. Gartenfreuden_Senioren
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